Atemporal

intangible
ɪnˈtan(d)ʒɪb(ə)l/
adjective
adjective: intangible
  1. unable to be touched; not having physical presence.

“the moonlight made things seem intangible”

synonyms: impalpable, untouchable, imperceptible to the touch, non-physical, bodiless, incorporeal, unembodied, disembodied, abstract, invisible; ethereal, insubstantial, airy, aerial; spiritual, ghostly, spectral, phantom, wraithlike, transcendental, unearthly, supernatural; rareimmaterial, unbodied, discarnate, disincarnate, phantasmal, phantasmic

“the moonlight made things seem intangible”

antonyms: tangible

  1. difficult or impossible to define or understand; vague and abstract.

“the rose symbolized something intangible about their relationship”

synonyms: indefinable, indescribable, inexpressible, nameless; vague, obscure, unclear, hazy, dim, mysterious; indefinite, unanalysable, subtle, elusive, fugitive

“an intangible atmosphere of dread and doom”

antonyms: clear

  1. (of an asset or benefit) not constituting or represented by a physical object and of a value not precisely measurable.

“intangible business property like patents”

noun

noun: intangible; plural noun: intangibles

  1. an intangible thing.

“intangibles like self-confidence and responsibility”

Origin

early 17th century (as an adjective): from French, or from medieval Latin intangibilis, from in – ‘not’ + late Latin tangibilis.

Biographie

Curriculum Vitæ

Vita. (Katalog)

 

Index

Biographie

Exposé / Drawings

  • Die Tyrannei des Scheinbaren

Eine Landschaft von Geschehnissen

Der Logik misstrauen. Dem Widerspruch widersprechen.

Von Luisa Schlotterbeck & Alexander Kluth

Portfolio

  • Half Glass of Salt Water
  • ALEMÁN (tut mir leid)
  • Acciones Ciegas / Actos de Fe
  • Du, zwischen all den Dingen: Die Seele, mein Leben.
  • Few Dialogues Silently
  • IMPERATIV (Modus)
  • Fragile
  • Culturas Ilícitas
  • Detenerse a Respirar
  • [c´est la vie]

The Sound of Silence

Von Karin Harrasser

Curriculum Vitae

 

 

Catálogo contemplāre

Contemplar

(Del lat. contemplāre).

  1. tr. Poner la atención en algo material o espiritual.
  2. tr. considerar.
  3. tr. Complacer a alguien, ser condescendiente con él, por afecto, por respeto, por interés o por lisonja.
  4. tr. Rel. Dicho del alma: Ocuparse con intensidad en pensar en Dios y considerar sus atributos divinos o los misterios de la religión.

v t contemplar [kontem’plaɾ] (Se conjuga como amar)

  1. mirar algo con atención y sin prisas.
  2. tener en cuenta a alguien o algo.

Admirar, observar, examinar, consentir, mimar, meditar.

 

contemplāre

1) Catálogo

 

Index

Biografía

Proyectos

  • Acciones Ciegas / Actos de Fe
  • Detenerse a Respirar
  • [c´est la vie]

Currículum Vitae

Agradecimientos

 

 

No Circles But Spirals

Installationsansichten von Seda Pesen

 

In der Arbeit No Circles But Spirals (2019) des Künstlers Esteban Sánchez wird die Präsenz von Vergangenem in der Allgegen- wärtigkeit thematisiert. Fotografische Aufnahmen der sogenannten „ciudad blanca” – der weißen Stadt – in Kolumbien zeigen, wie „die“ Moderne dort induziert und zur Ausdrucksfläche komplexer, transkontinentaler Verflechtungen wurde. Im fffriedrich dienen sie als Schablone, um das Innere der Wände freizulegen. In Kombination mit einer raumgreifenden Installation aus Gabionen und Kartoffeln werden Spuren und Reste kulturell-historischer und ideologischer Prägungen im Alltäglichen sichtbar.

Kuratiert von

 

Kuratiert von 

Tarika Johar, Sara Müller und Seda Pesen

Installationsansichten von Seda Pesen

 

tracing echoes

Sonia Freida Knop, José Montealegre, Esteban Sánchez

1.—10. November 2019

 

fffriedrich
Alte Mainzer Gasse 4–6 Frankfurt/M

www.fffriedrich.de

 

 

Finisterre

ESTEBAN SÁNCHEZ | Skizze von Finisterre (2018) | Installation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kunst produziert kein Wissen oder Repräsentationen für die Politik. Sie stellt Fiktionen oder Dissense her, gegenseitige Bezugnahmen von heterogenen Ordnungen des Sinnlichen. Sie stellt sie nicht für die politische Handlung her, sondern im Rahmen ihrer eigenen Politik […]. Sie stellt damit Formen der Neugestaltung von Erfahrung her – jenes Terrain, auf dem Formen der politischen Subjektwertung entstehen können, die selbst wiederum die gemeinsame Erfahrung neu gestalten und neue künstlerische Dissense hervorrufen.

(J. Rancière: Die Aufteilung des Sinnlichen, 2000)

 

Die Aufteilung des Raumes

TIMO HERBST ESTEBAN SÁNCHEZ PETER STOHRER

08. Juni 2018 bis 08. Juli 2018

Eröffnung: Freitag, 08. Juni 2018

Q18 | Quartier am Hafen

Poller Kirchweg 78-90, Köln Poll

www.qah.koeln/de/

 

Das Quartier am Hafen freut sich, Sie zur Eröffnung der Gruppenpräsentation Die Aufteilung des Raumes mit Künstlern aus Leipzig, Köln und Essen einzuladen. Unterschiedliche Medien wie Künstlergenerationen begegnen einem in und außerhalb des Q18. Der Ausstellungstitel fungiert dabei als Leitmotiv auf verschiedenen Ebenen:

1. Wie lässt sich die Frage nach der Aufteilung des Raumes in einen Parcours spürbarer Schnittstellen überführen – Schnittstellen zwischen privat und öffentlich, außen und innen, zwischen Ich und Gemeinschaft, Kunst und Nicht-Kunst?

2. Wie geht ein Kunstwerk mit dem Raum um? Welchen nimmt es sich, wie teilt es ihn ein? Greift das Werk in den Betrachterraum, durchkreuzt es die Gebiete von Ich oder Wir?

3. Wie ist der Raum der Kunst unterteilt? Was bedeutet es, mit dem Label „junger Künstler“ oder posthum ausschließlich über seine Werke am Diskurs teilzunehmen?

Grundlegende Fragestellungen, welche die Ausstellung nicht nur konzeptuell begleiten, sondern in den gezeigten Kunstwerken konkret reflektiert werden. Auf installative, performative, malerische oder skulpturale Weise gehen diese eine „Aufteilung des Sinnlichen“ ein, die zwischen Dissens und Gemeinschaft im Raum schwankt.

TIMO HERBST (*1982 in Flensburg, lebt und arbeitet in Leipzig) befragt Bewegungen, von der individuellen Geste bis zum disziplinierten oder normierten Körper in Gruppendynamiken. Diese zu erkunden, filmt er bei Demonstrationen in unterschiedlichen Ländern, begleitet zeichnerisch den mehrmonatigen Probenprozess von Tänzern oder begibt sich selbst in Situationen ungewisser Ordnungen. In den USA, wo man mit Waffengewalt seinen Wohnraum verteidigen darf, forderte er nach seinem Studium in Bremen, Berlin und Leipzig die Grenzen von privat und öffentlich heraus: Bei Spaziergängen durch Ithaca (New York) betrat TIMO HERBST jonglierend, fegend, sich sonnend die Veranden einzelner Häuser, ambivalente Schnittstellen von Ich und Wir. In dem Video Attempt to control traffic, 2013, besetzt HERBST im New Yorker Straßenverkehr die Rolle des Schutzmanns. Inmitten vorbeifahrender Autos unterstützt er mit seinen Gesten die Verkehrsordnung – oder bringt er sie durcheinander? Eine brüchige Gleichzeitigkeit aus reklamierter Machtaneignung und absurder Verlorenheit zwischen Yellow Caps und Hochhausschluchten.

ESTEBAN SÁNCHEZ (*1982 in Bogotá, Kolumbien, lebt und arbeitet in Köln) studierte Kunst in New York, Bogotá und war als DAAD-Stipendiat postgraduiert an der KHM Köln. Derzeit studiert er Philosophie an der Universität Bonn und promoviert an der Hochschule für bildende Künste Saarbrücken. Als Konzeptkünstler, der in unterschiedlichen Kulturen lebt, stellt für ihn die Befragung paralleler und sich überlagernder Räume – Sprachräume, Kulturräume, Bild- wie Denkräume – ein zentrales Moment der Beschäftigung dar. In seinen Arbeiten folgt er nicht den formelästhetischen Tendenzen eines Mediums und verzichtet bewusst auf Begriffe wie interkulturell oder interdisziplinär: „Transdisziplinärer Künstler – prozessuale Kunst“. Verweist „transdisziplinär“ auf ein Denken jenseits – statt zwischen – disziplinierender Grenzen, schreibt sich in „prozessual“ das Leben selbst ein. Für die Ausstellung entwirft SÁNCHEZ einen Raumteiler für seine neuen, großformatigen Graphit-Landschaften. Auf diese Weise erhalten sie einen Körper, der die zeichnerischen Ereignispartituren in den Ort einräumt. Filigrane Fäden, an deren Enden gefüllte Wassertüten und Steine eine eigensinnige Balance eingehen, reagieren auf vorgefundene Löcher, alte Ausstellungsspuren, die Biographie des Raumes. Finisterre, das Ende der Erde, nennt SÁNCHEZ seinen installativen Beitrag. Doch wie wir heute wissen, markierte das spanische Kap Finisterre mitnichten das Ende der Welt, jenseits dessen öffneten sich Kontinente.

PETER STOHRER (*1951 in Mühlheim/Ruhr, † 2017 in Essen) hinterlässt ein Werk, das eigenen Räume schafft und sie zugleich den Blicken entzieht. Seine Malkörper und Wand-Architekturen schlingern zwischen Objekt, Modell, Skulptur und Malerei. Beiläufig unterwandern sie die Ausstellung und stellen den Betrachtern buchstäblich ein Bein. So in der Serie Taurus von 2012, wo minimalistisch weiße Kuben bis zu 65 cm lang in den Raum ragen und einen zur Reaktion herausfordern. Subversiver Humor neben stiller Konzentration, Körperlichkeit und eine hohe Raumsensibilität sind Konstanten seines Werks. Den Jahren kontinuierlich suchender Atelierarbeit steht ein langjähriges kuratorisches Schaffen zur Seite, währenddessen STOHRER in verschiedenen Kunsträumen des Ruhrgebiets Projekte realisierte. Als freier Bühnenbildner arbeitete er Ende der 1980er für einige Jahre in Köln und lebte unweit des Quartiers. Bühnen malerischer Setzungen – fern jeder theatralischen Überfrachtung – sind auch seine für das Q18 ausgewählten Arbeiten. Mal bestimmt diese ein rosafarbener Akzent, mal lassen rohe, von getrocknetem Epoxidharz durchtränkte Baumaterialien schrundige Oberflächen entstehen. Ein großer Dank gilt Dana Savić (freie Autorin und Regisseurin), die das Werk seit STOHRERs frühem Tod betreut und zur Finissage an einem Künstlergespräch mit Prof. Dr. Rolf Sachsse (Fotograf, Kurator, Autor, Kunsthistoriker | Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken) teilnehmen wird.

timoherbst.org | esteban-sanchez.com | peterstohrer.com

 

Rahmenprogramm (Auszug):
Vernissage: Freitag, 08. Juni, 19.00h
Tanz: Marje Hirvonen, Bettina Nampé, Martin Widyanata
Einführung: „Kunst als Dissens im Raum“, Michael Stockhausen (Kurator Q18 | 2018)
Im Anschluss: „Über die Aufteilung des Rosts“ – gemeinsames Grillen im Garten des Quartiers

Vortrag: Sonntag, 01. Juli, 15h
Vortrag und Gespräch zur „Aufteilung des Raumes“ mit Dr. Wilfried Dörstel (Kunsthistoriker, Kurator, Archivar)

Finissage: Sonntag, 08. Juli 2018, 15h
Künstlergespräch mit Timo Herbst, Esteban Sànchez, Dana Savić (freie Autorin und Regisseurin) und
Prof. Dr. Rolf Sachsse
(Kunsthistoriker, Kurator, Autor, Fotograf | Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken

 

 

 

 

Zum Lachen bitte in den Keller gehen.

Zum Lachen bitte in den Keller gehen.
Esteban Sánchez
Mediale Installation
LED Laufschrift
2017

 

 

2017.11.03 20:15:31 UTC +1 – 2017.11.05 20:19:41 UTC+1

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Eine Momentaufnahme

Mit der Digitalisierung stellen sich neue Fragen: Nicht nur die Frage nach dem was auf den Fotos, Selfies und Videos zu sehen ist, sondern auch nach den Betrachtern. Die dreitägige Ausstellung im Bunker k101 ist kurz und intensiv. Sie bietet die Chance laut zu werden, ob subtil, offensiv oder interaktiv. Die Besucher werden zu Akteuren, die sich zumindest für diesen Moment des Besuches verantworten müssen – vor sich selbst und der Gesellschaft, die ihnen vor Augen geführt wird und deren Teil sie sind. Sie sind Sender und Empfänger zugleich. Das soziale Bewusstsein soll gestärkt werden, Egozentrik beleuchtet und das Verhältnis zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verhandelt werden. Ist das was wir auf den Bildschirmen sehen ein (künstliches) Abbild oder ist es Sinnbild der Realität?

Freitag, 3.11: Vernissage
19H Musik von Boddy
20 1/4 H Eröffnungsrede
20 1/2H Performance von Charlotte Triebus
21 H Musik von Anti Animal
22 H Aftershow Party in der Bar Nachtigall –
EINTRITT FREI

Samstag, 4.11:
19 – 22 H Museumsnacht
Es gelten die Eintrittspreise der Museumsnacht

Sonntag, 5.11: Finissage
14 – 20 H Musik + Drinks EINTRITT FREI

Eine Ausstellung mit:

Simon Baucks
Luzie Bayreuther
Clemens Baldszun
Raphael Brunk
Immanuel Esser
Isabella Fürnkäs
Jan Hoeft
Max Hoffmann
Steffen Jopp
Andy Kassier
Miriam Keil
Daniel Kiss
Fabian Kuntzsch
Phillip Künzli
Alwin Lay
Esteban Sánchez
Laura Schawelka
Morgaine Schäfer
Claudia Stollenwerk
Charlotte Triebus

Von:
Miriam Keil
Jana Manfroid
Max Pietro Hoffmann
Hannah Semsarha
Claudia Stollenwerk
Silvia Thomackenstein
Leonie Winterstetter

Dokumentation und Foto:
Nathan Ishar

Ein Ausstellungsprojekt initiiert von jungekunstfreunde, in Kooperation mit dem Bunker k101.

 

Was Unsicherheit bedeutet.
Esteban Sánchez
Mediale Installation
LED Laufschrift
2016

 

 

Goodbye – Performance

 

We are pleased to invite you to our
Goodbye – Performance

Exhibition and Performance with
Esteban Sánchez + Kate Hattley

The exhibition will be open
Saturday 01.07.2017 // 18:00 – Midnight

– The performance starts around 19:00 –

www.esteban-sanchez.com
www.kate-hattley.com

The exhibition/Performance will be at:
Atelierhaus des Bonner Kunstvereins
Dorotheenstr. 99 53111 Bonn, Deutschland

www.bonner-kunstverein.de/about/atelierhaus/

Poder decir adiós es crecer

 

 

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Siga, esta es su casa.

Siga, esta es su casa. Serie: Culturas Ilícitas. Esteban Sánchez. Photography Lambda C-print. 10cm x 12cm – framed (wood and glass) 18cm x 24cm Edition 12 + 3 AP 2016

Siga, esta es su casa. 
// Komm rein, dies ist dein Zuhause.
Esteban Sánchez

“Und da ich zu der Zeit, als ich noch meinte, mich bilden oder ablenken oder betäuben oder mir die Zeit vertreiben zu sollen, gehört oder wahrscheinlich irgendwo gelesen hatte, dass man in einem Wald, wenn man gerade auszugehen glaubt, in Wirklichkeit nur im Kreise herum läuft, so gab ich mir die größte Mühe, im Kreise umherzuwandern, weil ich hoffte, auf diese Weise geradeaus zu gehen.”

“and in the days when I thought I would be well advised to educate myself, or amuse myself, or stupefy myself, or kill time, that when a man in a forest thinks he is going forward in a straight line, in reality he is going in a circle, I did my best to go in a circle, hoping in this way to go in a straight line.“
(Samuel Beckett, Molloy, p.100)

Top. Esteban Sánchez Objekt. Tinte auf Emballageschaum. – gerahmt (Holz und Glas). 25cm x 52,5cm x 3,5cm. 2016

Chronotop No. 2. Serie: La tiranía de lo aparente – un paisaje de eventos (Die Tyrannei des Scheinbaren). Esteban Sánchez Großformatige Zeichnung (Mixed Media). Tinte, Kohle, Sanguine und Graphit auf Papier. 150cm x 120cm. – kaschiert auf Lino und Keilrahmen. 150cm x 120cm x 3cm. 2016

El Dorado. Serie: The dice are loaded – Culturas Ilícitas.  Esteban Sánchez Skulptur. 24k Goldblatt auf Gips. 15cm x 25cm x 15cm. 2016

Goldfish. Esteban Sánchez Sculpture – Installation Water, plastic bag, thin string rope, stone and chalk. Variable measurements. 2017

Der Logik misstrauen. Dem Widerspruch widersprechen.

Aus Unsicherheit etwas nicht zu verstehen, vertraut man auf Ergebnisse. Dabei wird der Weg dorthin ausgeblendet. Jedoch gibt es nicht nur die eine Wahrheit, sondern verschiedene Wege, die zum Ziel führen. Ein mathematisches Theorem ist eine widerspruchsfreie Aussage. Sie ist wahr. Warum aber vertrauen wir dieser Sicherheit?

Betritt man das Atelier von Esteban Sánchez, gelangt man in einen relationalen Raum, der von einer inneren Struktur gegliedert scheint. Der Besucher spürt sich mit einer ordnenden Kraft konfrontiert, kann den Hintergrund aber nicht unmittelbar sehen, gar begreifen oder jegliche gefühlte Relation auflösen. Auf dem Boden, an die Wand gelehnt, steht ein Bild. Mit roter Schrift steht das Wort „Top“ auf weißem Grund (Top, 2016). Dabei handelt es sich eigentlich um einen Deckel, wie er im Kunsttransport verwendet wird. Gerahmt und isoliert von seiner Funktion ergeben sich neue Betrachtungsmöglichkeiten. Das eigentlich den Wert Schützende wird zum Wertvollen und, hinter Glas gefasst, selbst fragil. Der Künstler stellt dem Betrachter eine Denkaufgabe, da diesem der ursprüngliche Dienst des Objekts nicht bekannt ist. Wie lässt sich „Top“ denken, wenn es auf dem Boden steht? Es eröffnen sich neue Perspektiven und alternative Wege, genau diese möchte der Künstler erfahrbar machen – für den Betrachter, aber auch für sich. Das Werk gibt dem Künstler die Möglichkeit, die Empfindungen und dabei ablaufenden Prozesse seines Gegenübers greifen zu können und eine Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Perspektiven herzustellen. Die Kommunikation zwischen Künstler und Betrachter durch die Aufgabe, die als Werk erscheint, ist dabei entscheidend. Bei alledem geht es nicht um das eine Ergebnis oder das eine inhärente Axiom. Die Frage „Was will mir der Künstler sagen?“ wird abgelöst durch den Erfahrungsaustausch, durch ein Nach- und Mitdenken, den gemeinsamen Weg.

Die Problemstellungen, die Esteban Sánchez mit seinen Arbeiten formuliert, initiieren einen Prozess, der mit mathematischen Herangehensweisen vergleichbar ist. Seine Werke eröffnen einen konzentrierten Spannungsraum, in dem sich Künstler wie Kunstinteressierte miteinander auf nicht berechenbare Operationen einlassen. Gedankengänge können sich hierbei in äquivalenten Gleichungen treffen und einen Dialog entstehen lassen, der einer mathematischen Aufgabenstellung ähnelt – jedoch einer, die sich nicht auf eine einzige Wahrheit beschränken möchte. Es gibt immer mehrere Bedeutungen und Denkprozesse erfolgen auf verschiedenartige Weisen, symmetrisch oder komplementär. Vorschnell beschränkt man die Mathematik auf etwas Abstraktes, Starres, einen lebensfernen, logischen Raum ohne künstlerische Imagination. Dabei ist die Imagination grundlegend für das Rechnen jenseits des Berechenbaren, im Relativen und Nichtsichtbaren.

In Sánchez’ Atelier spürt man diesen permanenten Dialog komplementärer Dichotomien: zwischen striktem System und flanierendem Erfindungsreichtum, oszillierend zwischen hochkomplex und kinderleicht, strenger Reflexion und bedingungsloser Freiheit. Seine 2006 begonnene und bis heute fortlaufende Serie von Zeichnungen im körperhaften Format von 160 x 126 cm, die aus Tinte, Kohle, Rötel und Graphit entstehen, wirkt herb, roh und kratzig (No. 2, 2016). La tiranía de lo aparente (Die Tyrannei des Scheinbaren) lautet der Titel. Zeitgleich mehrere Arbeiten beginnend, legt Sánchez die Untergründe in Form einer Sonnenuhr auf den Boden und arbeitet parallel an ihnen. Der Künstler möchte die Werke dabei physisch wahrnehmen und sie im Raum erfahrbar machen. Schwarz- und Weißtöne schichten sich auf dem Papier und hinterlassen eine archaische, matt glänzende Textur, die eine haptische Wirkung entwickelt. Bei genauerer Betrachtung wird der zweite Teil des Titels verständlich: un paisaje de eventos (eine Landschaft von Geschehnissen). Dem biographischen Weg des Künstlers nicht unähnlich, der zunächst für sein Studium von Bogotá nach New York ging und nun seit fünf Jahren in Deutschland beheimatet ist, verlaufen schwarze Adern durch das Bild, die sich wie dickflüssige Tinte unsicher ihren Weg bahnen, um schließlich in Deutlichkeit zu verweilen. Narbenhaft durchzieht ein dumpfes Rot an manchen Stellen den Bildkorpus, in welchen der Künstler Fragmente aus Leid und Hoffnungen einschreibt, deckt, ritzt und schabt. Verglichen mit einer Wand, die über viele Jahre hinweg überstrichen, tapeziert und am Ende mit einem Spachtel abgekratzt wurde, sehen wir eine Landschaft aus Zeitlichkeit, ein Feld, in dem Spuren hinterlassen wurden.

Sánchez‘ Landschaften beschreiben seine Wahrnehmung der Welt. Der Betrachter erfährt diese eingezeichneten Spuren als pigmentierte Realitäten, die unseren Horizont herausfordern. Unsere Erfahrungen und Perspektiven sind es, welche die Werke des Künstlers fortschreiben. Der Prozess läuft ins Unendliche und eine Lösung ist nicht zu erreichen. Aber auch wenn man die Lösung nicht findet, passiert etwas – eine Ahnung, eine Idee, ein Gedankengang. Es geht nicht darum, die konkrete Antwort zu finden oder gar zu suchen, sondern sich mit den Fragen zu beschäftigen. Der einfache Weg, Aufgaben zu lösen, erscheint als der sinnvollste, jedoch bergen die Umwege, die komplizierteren, ein tieferes Verständnis und damit einen intensiveren Einblick in den Denkprozess und somit in unser Verständnis der Welt. Ebendieser Prozess wird im Atelierraum verhandelt.

von Luisa Schlotterbeck & Alexander Kluth

Danke .de/lab: Luisa Schlotterbeck & Seda Pesen.

WELCOME & VIDA

WELCOME. Esteban Sánchez. Installation – Object. 50cm x 70cm approx. – Only 1 Cent Euro coins. Budapest – 2017

 

WELCOME. Esteban Sánchez. Installation – Object. 50cm x 70cm approx. – Only 1 Cent Euro coins. Budapest – 2017

 

VIDA. Serie – Du, zwischen all den Dingen: Die Seele, mein Leben. Esteban Sánchez. Postcards and Hygrograph. Budapest – 2017

 

I LOVE NY (Tank Top). Esteban Sánchez. NYC Souvenir’s plastic bag. New York City 2001 – Budapest 2017

 

TEXT TOUR @ aqb Project Space,Budapest

TEXT TOUR @ aqb Project Space,Budapest 2017.05.09-6.11 Artists: Alexander BRAUN, BENCZÚR Emese, Brückner János, Fukui Yusuke 福井祐介, Kathrin GRAF, Timo HERBST, Zsófia KERESZTES, KERESZTESI Botond, Réka LŐRINCZ, OMARA-Oláh Mara, Esteban SANCHEZ, Janos Sugar Curator: Peter Bencze TEXT-TOUR is a group exhibition that showcases text-based artworks by artists using letters in their practise. “Different aspects of using quotes, own words and letters.” The exhibition material consists of a wide range of media, from painting to installation with reflections on autobiographical or social issues.

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TEXT TOUR exhibition opening 2017.05.09

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WELCOME. Esteban Sánchez. Installation – Object. 50cm x 70cm approx. – Only 1 Cent Euro coins. Bonn – 2017

 

VIDA. Serie – Du, zwischen all den Dingen: Die Seele, mein Leben. Esteban Sánchez. Postcards and Hydrograph. Bonn – 2017

 

VIDA. Esteban Sánchez. Postcard. Museum Ludwig – Walter König Buchladen.

 

TEXT TOUR @ Künstlerforum,Bonn

TEXT TOUR @ Künstlerforum Bonn 2017.01.12-01.29 Artists: Alexander BRAUN, Brückner János, Fukui Yusuke 福井祐介, Kathrin GRAF, Timo HERBST, Zsófia KERESZTES, Botond KERESZTESI, OMARA, Esteban SANCHEZ, Janos Sugar Curator: Peter Bencze TEXT-TOUR is a group exhibition that showcases text-based artworks by artists using letters in their practise. “Different aspects of using quotes, own words and letters.” The exhibition material consists of a wide range of media, from painting to installation with reflections on autobiographical or social issues.

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Siga, esta es su casa. / Chapter 3

Dazwischen – im weitesten Sinne. Clemens Baldszun. Altes Diabild – 35mm.

 

Siga, esta es su casa. / Chapter 3

Ein Atelier. Zwei Künstler.

Esteban Sánchez und Clemens Baldszun laden ein und zeigen eine in situ Realisation in MANZ/ Atelier 8 im Atelierhaus des Bonner Kunstvereines. Die damit verbundene Arbeitsweise und die neu geschöpften Erfahrungswerte, wollen die beide Künstler im späteren Künstlergespräch beleuchten.

Ein Atelierhaus. Zwei Bands.

Wir freuen uns über hohen Besucht aus Köln – JJ & The Acoustic Machine und Stuttgart – Pilek Potential werden die Wände des Atelierhofes zum schwingen bringen!! Es wird getanzt!

Bier und Brot im Angebot (und selbstverständlich Kindergerichte)

Siga, esta es su casa. Juhuu!

JJ & The Acoustic Machine:
Mit Banjo, Mandoline, Dobro, Kontrabass, Snare-Drum , Klavier, Gitarre und Bluesharp klingt das bei der Kölner Band natürlich erst mal nach handfestem Country. Doch die jungen Vollzeitmusiker erschaffen einen Sound, der nicht nur ins Herz und die Beine geht, sondern auch eine Brücke zwischen Folk, Country und Pop schlägt, die fern von stilistischen Zuordnungen den Song in den Mittelpunkt rückt. Jost Schiefer (Gesang, Gitarre und Bluesharp), Axel Steinbiss (Klavier und Tasten jeder Art), Sven Jungbeck (Mandoline und Dobro), Markus Callejon (Banjo), Johann May (Kontrabass) und Nico Stallmann (Drums) lassen die Tatsache, dass die sechs Jungs richtig spielen können, nebensächlich erscheinen, wenn sie mehrstimmig (Band plus Publikum) von Liebe, Tod und Whiskey singen. Die unterschiedlichen Wurzeln der Band, die von Punk Rock über Country, Blues, Soul, Gypsy Swing und Irish Folk bis hin zum Jazz reichen, lassen sich wie bei einem guten Whiskey erahnen, ohne den Gesamteindruck zu überlagern. Das handwerklich starke Debütalbum Somewhere between Saturday and Sunday, welches im Februar 2014 auf Out of my mind Records erschien, wird daher Hörer verschiedenster Geschmäcker davon überzeugen, dass man ein Konzert von JJ & THE ACOUSTIC MACHINE nicht verpassen darf. Und das gilt nicht nur für die Nächte von Samstag auf Sonntag!

 

 

Dank .de/lab: Luisa Schlotterbeck & Seda Pesen.

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In Gedanken versunken

Serie: KODAK 100TMX 0551-003. Esteban Sánchez. Analog 35mm Fotografie Schwarz/Weiss. 2005

 

In Gedanken versunken

Gestern Abend bin ich noch durch die Straßen von Wien gelaufen, in Gedanken versunken, auf einer Pilgerfahrt, von der ich hoffte, dass sie mich zur richtigen Frage führen würde. Von Schritt zu Schritt versuchte ich die richtige Art und Weise zu finden, um ein Gefühl zu beschreiben, eine Möglichkeit, die dem Bild gerecht werden würde, das ständig, wie immer wiederkehrende Trommelschläge in der Dunkelheit, den Weg in meine Erinnerung zurück findet. Ich erinnerte mich an Neruda, wie er einem Postboten sagte, dass Poesie ihren Sinn verliere, wenn sie erklärt wird, dass dadurch ihre Schönheit banalisiert wird… Es ist da, wo ich mich am Ende immer befinde, an diesem Ort, auf der gleichen Bank sitzend, die es mir ermöglicht, mich von den Formalitäten, den konventionellen Darstellungen, den Gefühlen ohne Geschmack, den Bedeutungen ohne Charakter, von der Grammatik, von der Semantik und sogar von der Syntax zu entfernen, mit deren Hilfe die Wunder erklärt sind, die uns die Illusionen des Lebens erlauben. Diese Stereotype und Klischees, von denen ich mein Wesen aus einem einfachen Grund immer freimachen will. Aus dem Grund, dass ich bin.

Und dann kehre ich zu eben den Bildern und eben demselben Text zurück, den ich eben vor einigen Minuten genau auf dieser selben Bank geschrieben habe, von dem ich aber weiß, dass auch er als Erschreibung meines eigentlichen Gefühls nicht gerecht werden wird. Was ich für den Moment tun könnte, ist zumindest der eilige Versuch das hiesige Panorama zu beschreiben. Aber über das Werk eines Künstlers zu berichten, ist nicht die Aufgabe, mit der ich mich gerade jetzt befassen möchte. Als unbekannter Mensch in dieser Ausstellung der Welt habe ich nicht vor etwas zu erklären. Ich ziehe es vor die Liebe zwischen Dichtern zu zeigen. Das ist der Grund, warum ich inmitten dieser Mischung aus Cabral, Gómes Jattin und Jaramillo Escobar und nach so vielen Schritten weiterhin meine Kreise zwischen den Worten ziehe, die aus einer Erinnerung und den festgebrannten Bildern tief in meinem Kopf entstanden sind. Die Poesie war in meiner Seele immer zuhause, aber ohne dass ich Gefühlsknoten in Ideen entwirren konnte. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als zur essentiellen Frage zurückzukehren: Warum wollte ich das? Warum wollte ich ein Teil dieser Ausstellung der Welt werden/sein? Warum habe ich mich schließlich dazu entschieden, über sie zu schreiben? Und warum fällt/fiel es mir so schwer?

So verstand ich schließlich, dass die Antwort, aus diesem Blickwinkel betrachtet, essenzieller und wesentlich komplexer mit der »Sozialen Konstruktion«, der wir angehören (inklusive der Menge an Möglichkeiten und Varianten), zusammenhängt. Die Antwort war in dem verborgen, was uns verbindet und gleichzeitig in dem was uns unterscheidet: die dringende Notwendigkeit, das zu sagen, was die Seele beschäftigt, was uns schmerzt, was uns glücklich macht, was uns stört und was wir träumen. Das was für jeden einzelnen, individuell, das Wichtigste ist, was wir fühlen können. Es ist im Grunde genommen das, was wir haben. Aber für den Anderen, diesen ANDEREN, kann es eine schwindend geringe Bedeutung haben und sogar tadelnswert sein. Deswegen ist es so schwer zu sprechen, so schwer zu schreiben und so schwer die eigene Seele zu verstehen. Denn ich rede durch dich und du durch mich, nur um zu sagen, in Flüsterlautstärke, aber mit dem Gefühl eines Schreies: »Es ist nun mal so, dass ich etwas sagen möchte.«

Geschrieben am 27. August 2011

Esteban Sánchez

 

KRITISCHE AUSGABE. Nr. 31 (2016): Untergrund

 

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Was Unsicherheit bedeutet.

Was Unsicherheit bedeutet. Esteban Sánchez. Skulptur. LED Laufschrift. 2016

 

Ins Offene. Hommage an den Zeichner von Nippes

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©Anneliese Fikentscher

 

//Dorothea Bohde und das K186 laden ein//

SAVE THE DATE
Kulturparcours. Veedelsfest. Hommage an den Zeichner von Nippes.
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Im Zentrum von Nippes stößt man seit einigen Wochen auf eine kleine Gedenkstätte. Am Baudriplatz legen die Bewohner Kerzen, Blumen, Fotografien, Gegenstände, kleine Textbotschaften oder gar Essen nieder. Menschen kommen, verharren, schauen ungläubig auf die Holzhütte, die auf der spärlich bewaldeten Grünfläche noch zu sehen ist, wechseln ein paar Worte und widmen sich schließlich wieder ihrer Alltagsgeschäftigkeit.
Nur wenige kannten den Namen des hier kurz vor Karneval Verstorbenen, kaum einer seine Geschichte; öffentlich-unbekannt zog er jeden Tag seine Runden durch das Veedel, zeichnend, lesend, schimpfend. Wie kommt es, dass jemand, der sich für ein Leben auf der Straße entschieden hatte, der mit seiner Lebensweise und -art durchaus eine Herausforderung in einer Gemeinschaft geregelter Abläufe darstellte, eine spürbare Leerstelle hinterlässt? Welche Lebensentwürfe ermöglicht unsere Gesellschaft? Was bedeutet anders, fremd, unnormal? Was können der Einzelne und das vielbeschworene „Wir“ schaffen?

In Anknüpfung an diese Fragen wird im Rahmen eines Wochenendes der Kultur rund um den Baudriplatz ein Viertelparcours als hommage à entstehen. Eine dort verankerte Ausstellung, bei der Werke von Künstlern aus Köln und dem Rheinland präsentiert werden, soll in Verbindung mit dem Nachlass des Künstlers Konstantin von Eckardt einen schweifenden Blick auf Themen wie Lebensgestaltung, Erinnerung, Struktur einer Gesellschaft und Identitätsbildung einer Gemeinschaft ermöglichen. Mit den Mitteln der Kunst möchten wir die nach dem Tod des „Zeichners von Nippes“ sichtbar gewordene Leerstelle befragen und zur gemeinsamen Begegnung wie Reflexion einladen.

 

 

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SAVE THE DATE
22.04.2016 – 24.04.2016

Ausstellungen // Performances // Vorträge // Lesung // Konzert

Freitag, 22.4.2016
19.00 Uhr | Eröffnung | Baudriplatz, Kirche St. Marien
Begrüßung: Bernd Schößler (Bezirksbürgermeister) &
Michael Kuhlmann (Pfarrer Kirche Veedel)
Gesangliches Intermezzo: stimmt so – Chortheater Köln
Kunstaktion von Frank Bölter
Filmpräsentation Erinnerungen an den „Zeichner von Nippes“. 6 Interviews von Dea Bohde, Johannes Jäger & Ralf Bohde

Samstag, 23.4.2016
10.00 Uhr | Vortrag Art Frühstück | Atelier Bohde | Flora Str. 65
Impulsreferat Dr. Matthias Burchardt (Philosoph, Universität Köln):
Der Mensch als Außenseiter.
15 Plätze! Anmeldungen bis 20.4. unter dea.bohde@gmx.de

12.00 Uhr | Vernissage Kunstparcours | o.N. Kunst Zeit Raum | Neusser Str. 321
Einführung: Luisa Schlotterbeck, Seda Pesen, Tarika Johar (Kunstgeschichte, Universität Bonn)
Rundgang durch die Ausstellungsstationen

14.00 Uhr | Rundgang durch die Ausstellungsstationen | Hauptportal St. Marien, Baudriplatz

16.30 Uhr | Vortrag | Mayersche Buchhandlung | Neusser Str. 226
Saša Josifović, Philosoph (Universität Köln): Wo darf ich sein?

18 Uhr | Rundgang durch die Ausstellungsstationen | Hauptportal St. Marien, Baudriplatz

20 Uhr | Filmpräsentation | Bürger Zentrum Nippes | Turmstr. 3-5
Erinnerungen an den „Zeichner von Nippes“. 6 Interviews, Dea Bohde, Johannes Jäger, Ralf Bohde

21.30 Uhr | Klang Performance | Hauptportal St. Marien, Baudriplatz
Rochus Aust: Four Signals from Heaven Klang Performance
Anschließend Wein und kleine “Heaven-Brötchen”

Sonntag, 24.4.2016
11 Uhr | Lesung u. Ausstellung | Galerie Arbeiterfotografie | Merheimer Str. 117
Bernt Hahn (Schauspieler): “KOMM, INS OFFENE, FREUND !”
Lesung mit Lyrik und Prosa von F. Hölderlin, S. Beckett, J. Ringelnatz, F. Kafka u. A.
Ausstellung von Anneliese Fikentscher Fotos von Konstantin von Eckardt und Werke des Zeichners selbst – Konstantin von Eckardt

14 Uhr | Rundgang durch die Ausstellungsstationen | Hauptportal St. Marien, Baudriplatz

15 Uhr | Filmpräsentation und Gespräch| A.C. Kunsthalle | Neusser Str. 261
Erinnerungen an den „Zeichner von Nippes“. 6 Interviews, Dea Bohde, Johannes Jäger &
Ralf Bohde
Anschließendes Gespräch zu Konstantin von Eckardt mit Horst Thelen (Ratsmitglied, Bündnis 90/Die Grünen)

16 Uhr | Rundgang durch die Ausstellungsstationen | Hauptportal St. Marien, Baudriplatz

18 Uhr |Konzert St. Marien, Baudriplatz
„Melosis” Monologe an die Welt. Requiem, Komposition Norbert Hein (Patamusik)
Aufführung : Norbert Stein, Saxophon und Nicola Hein, E- Gitarre

Game Beuys

 

I Am Not Performing

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– i am not performing –

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02.04.2016, ab 19.00 Uhr, Opekta Ateliers Köln // Xantener Str. 99H, 50735 Köln

Soundperformance //
20.00 Uhr
+ Sebastien Demeffe

Performances //
21.00 Uhr
+ Susanna Schönberg
+ Peter Conrad Beyer

Soundperformances //
23.00 Uhr
+ Auriel
+ zo-on slows (aka. Echo Ho) // Visuals Gonzalo H. Rodriguez
+ Plastic Elephant

Videoinstallationen //
19.00 Uhr – open end
+ Thea Miklowski
+ Esteban Sánchez
+ Kate Hattley

Tshirt – Editionen //
+ Desearch Repartment
+ Fabian Bohnmann
+ BBK Köln
+ Yvapurü Samaniego Bonnin
+ Peter Conrad Beyer

Interventionen willkommen // Interventions welcome
// kuratiert von Peter Conrad Beyer und Kate Hattley

Bar // Elke – Gwendoline

Spenden für Künstler sind herzlich willkommen

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Videoinstallationen

// Thea Miklowski
– Ooops –
Video installation, digital video, 1’50”, stop-motion video,
Loop 2016

Left alone with her thoughts in a hopeless world, the protagonist tries to relieve her torment. There’s no good explanation as to why some things happen. Touching on themes of despair, anxiety and self-harm, Ooops is a two-minute-long cut-paper and photo stop-motion video.

// Esteban Sánchez

Lo wie es y lo wie no (KARAOKE). Esteban Sánchez. Video-Installation. Digitales Video und analoge Klang-Projektion. 3’17” – Loop. 2016

Ein Fernseher reproduziert klanglos und kontinuierlich den Video-Clip („Sonne statt Reagan.“ von Joseph Beuys), welches als Karaoke-Video installiert wird. Ein weißes Blatt Papier hängt wegen der Statik des Fernsehers am Bildschirm, weshalb man das Videomaterial nur undeutlich sehen kann. Vor dem Fernseher wird ebenfalls ein Megaphon positioniert, welches die Stimme des Performers während seiner Performance wiedergibt. Somit wird die Stimme für das Publikum, das sich im Raum befindet, hörbar gemacht. Die Installation zielt darauf ab, dass das Publikum in die Performance integriert wird und die Möglichkeit hat, das Lied auf eigene Art und Weise wiederzugeben. Jeder darf es singen.

 

Todo hombre un artista (Game Beuys). Esteban Sánchez. Objekt. Game Boy und Everyone is an artist (.gbc). 2008

Auf der anderen Seite befindet sich der Betrachter vor einem Objekt, das an einer Wand installiert wird. Es handelt sich um einen alten Game Boy, dessen Benutzer eine Zeichnung kreieren kann: Mit Hilfe eines Bildschirms wird sichtbar gemacht, was durch das Drücken der Knöpfe des Game Boys entsteht. Die unterschiedlichen Benutzer finden sich demnach vor der Zeichnung wieder, die der vorherige Benutzer für sie hinterlassen hat und haben nun die Möglichkeiten, ebendiese Zeichnung zu modifizieren und ein Zeichen für den nächsten Benutzer zu hinterlassen.

// Kate Hattley

We’re reviewing what is important to us
2.5 Min loop – Videoinstallation
2016

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20.00 – Soundperformance

// Sebastien Demeffe

VUELTA is a magnetic hydra with several heads. It s a kind of archaïc sampler based on home made looped tapes and bended tape decks. Collecting sounds of all kind Sébastien Demeffe works out thématic pieces and sails between musical, cinematographic and noise construction. His live performance result in mixing these sounds from a bunch of tape decks,
sometimes singing and yelling along.

The last and very recent piece in context of VUELTA is “The history of combustion engine”.
Its an ode to the combusttion engine based on field recordings from engines dating back to 1878 to nowadays racing cars and airplanes. The humming and purring of the mechanics are being intercuted with cinématographic lines
and a fake voice over coming from an other time.
An exhilarating and suicidal history of combustion engines rumble.

Performance, 30 Minuten

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21.00 – Performances

// Susanna Schönberg

“(Inter-)pole” (WT)
action, 2016
another exercise playing (with) the self

“(Inter-)pole” (AT)
Aktion, 2016
eine zusätzliche Auseinandersetzung mit dem Selbst

Susanna Schoenberg
www.susanna-schoenberg.net

// Peter Conrad Beyer

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Performance, 2 x Video/Pal, 2 x Film/16 mm, diverse Werkzeuge, Deutschland 2016

http://www.opekta-ateliers.de/?q=de%2Fcontent%2Fpeter-conrad-beyer
http://lightcone.org/fr/cineaste-1278-peter-conrad-beyer

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23.00 Soundperformances

// Auriel

– Invisible Nature –

Performance, Field Recordings Island, 30 Minuten

Studies of the relation of musical to planetary rhythms, researches into effects of sound/music on human perception and body feeling.

Auriel wurde 1979 in Buenos Aires (Argentinien) geboren. Studium an der KHM Köln mit den Schwerpunkten audiovisuelle Medien, Performance, Holografie und Klangkunst. Er beschäftigt sich intensiv mit seiner klangräumlichen Umgebung(Natur, Körper, wildes Leben).

// zo-on slows (aka. Echo Ho)

is a Beijing-born and Cologne based artist, her work covers a broad medial spectrum of installations, objects, live performances and audiovisual compositions. Ho’s artistic outputs by the encounter with space, time and body is mostly focusing on its poetical quality, she often interwove historical narratives and the present, which researches the weight of `snaked in memories of both personal and collective´ and how they influence the urban metamorphose in the context of globalisation tendencies. Ho’s work has been internationally presented; ZKM Karlsruhe, Sprengel Museum Hannover Germany and Beijing Millennium Dome, Palais de Tokyo Paris, Asia Art Center LA.

As a composer she works with field recordings, experimental electroacoustic composition. Since 2015 a solo band project “zo-on slows” has been brought into live by the artist. By merging voice and noises, fusing experimental beats and tunes, Echo Ho bringing audience stories that unfolded through an unexpected sonic journey.
Echo Ho studied at the Academy of Media Arts Cologne , where she worked from 2007 to 2013 as an artistic stuff from 2011 to 2013, she was a fellow in the interdisciplinary ” Graduate School for the Arts and Sciences ” at the University of Arts in Berlin.

Performance, 20 Minuten

// Plastic Elephant

– Kinesics Workout –

Kinesics can include any non-reflexive or reflexive movement of body parts used by persons to communicate an emotional message to the outside world.
Plastic Elephant demonstrates through different sounds how you present yourself, how you walk, how you stand.

Soundperformance, 60 Minutes

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Interventionen willkommen // interventions welcome
kuratiert von Peter Conrad Beyer // Kate Hattley

mit freundlicher Unterstützung von Opekta Ateliers Köln // UndoFilm